Montag, 6. Juli 2015

vereinbarkeit irgendwie anders

seit einiger zeit schon verfolge ich diverse blogbeiträge zum thema vereinbarkeit.
und obwohl es kürzlich eine blogparade  (klick mich) gab, komme ich erst jetzt mit einem entsprechenden beitrag dazu, denn als 'neumutti', die bisher job und kind nicht miteinander vereinbaren musste, sind meine gedanken sehr theoretischer natur.

aber im grundsatz stelle ich fest, dass ich wohl ziemlich anders ticke als der großteil der wundervollen bloggenden mütter, denen ich so begeistert folge.




erstmal muss ich sagen, dass ich schon vor krümelbabies geburt nur teilzeit gearbeitet habe. ich habe bereits zwei studiengänge gestartet und leider wieder beenden müssen. des weiteren habe ich leider nie eine ausbildung gemacht. warum das so ist, ist eine andere geschichte, ich möchte nur betonen, dass das keinesfalls bedingt durch faulheit oder unwillen so ist. eher hat es grob gesagt etwas mit meinen sozialkompetenzen zu tun. und das bedaure ich sehr, ich habe beide studiengänge sehr geliebt und war schon immer voller interesse an zig berufszweigen.
naja, sei es wie es ist.

aber die kleine helena anjuli ist nun zehn monate alt, meine elternzeit endet bald und mit der elternzeit auch mein aktuelles beschäftigungsverhältnis
aber so richtig traurig macht mich das nicht, auch wenn ich meinen job wirklich gemocht habe.
ich wollte schon immer einfach mutti sein. nun bin ich es und überglücklich mit diesem job. ich fühle mich erfüllt. das mag sich noch ändern, aber im moment ist das alles richtig so für mich. und ich wette, jede andere mama wird mir recht geben, dass das eltern-sein absolut tagesfüllend ist. also suche ich mir vorerst keine andere arbeitsstelle.

das bedeutet auf der anderen seite natürlich verzicht, das sei ganz klar betont und dessen sind wir uns bewusst!
wir wohnen in einer mietwohnung, die nicht unbedingt riesig ist. 
wir haben einen kleinwagen. 
ein urlaub geht höchstens an die deutsche see (die ich sehr sehr liebe) und wir sparen angestrenget auf kirchliche hochzeit und taufe. mein mann verdient nicht schlecht, ist aber auch kein topverdiener. wir leben, ohne uns im täglichen ablauf einschränken zu müssen, auf die "großen" sachen im leben verzichten jedoch wir im moment einfach.
das entscheidende "aber": wir finden das gut so. 
unsere prioriäten liegen ganz klar auf dem familienleben, im moment stehen materielle dinge da nicht vorne an. das soll nicht heißen, dass bei anderen familien das miteinander keine hohe priorität hat, aber wenn beide eltern voll berufstätig sind, ist es einfach schwieriger, das bedürfnis danach zu befriedigen. so wie es eben für uns schwieriger ist, andere bedürfnisse zu erfüllen.

wer weiß, wie das leben noch spielt? wir wünschen uns in näherer zukunft ein zweites kind, also werde ich weiterhin zu hause bleiben und dem nachgehen, was mich grade glücklich macht: mich voll und ganz dem krümelpapa und dem nachwuchs zu widmen.
aber vielleicht lese ich in ein paar jahren diese zeilen und schüttel den kopf, weil ich bis dahin eine neue erfüllung in einer tollen arbeitsstelle gefunden habe. wieso auch nicht? 
oder es wird notwendig, dass ich ein zweites gehalt verdiene, weil wir uns haus, auto oder andere größere wünsche erfüllen wollen. ich bin erst dreißig und habe noch viele, viele jahre vor mir, so gott will, 
und das leben bietet so viele verschiedene wege und perspektiven.
ich bin übrigens meinem mann unendlich dankbar dafür, dass er diesen weg mit mir geht!

ganz leise muss ich noch etwas hinzufügen, was mir erst kürzlich bei einer unterhaltung bewusst wurde (danke dafür):
lange schon habe ich mit mir, den täglichen aufgaben des lebens und (ich weiß wirklich nicht, wie ichs anders nennen soll) den dunklen wolken in meinem gedanken zu kämpfen. es ist nicht nur psychisch sondern auch physisch anstrengend, die immer wieder wegzuschieben. und trotzdem ein einigermaßen normales leben zu führen. und es braucht zeit, denn wie viele stunden verbringe ich mit gedanken wälzen, in den schlaf finden, lösungen suchen und mich jeden tag neu zu motivieren....auch das will vereinbart werden mit kind, ehe, (job) und mir selbst. 

so. das ist meine sicht zur vereinbarkeit. die sicht einer im augenblick absoluten hausfrau und krümelmama.

kannst du das ein bisschen nachvollziehen?

                                                                                                                                                                                                                            deine lila <3

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